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In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, leben circa 2 Millionen Menschen

Uganda

Uganda hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stabilisierenden Kraft in Ostafrika entwickelt. Das Land spielt eine positive Rolle in regionalen Friedensinitiativen, etwa im Südsudan und in Somalia und setzt sich aktiv für Frieden, Sicherheit und regionale Kooperation ein. Die wirtschaftliche und soziale Lage ist trotz großer Herausforderungen wie der weit verbreiteten Korruption und dem hohen Bevölkerungswachstum solide. Die Politik der ugandischen Regierung ist entwicklungsorientiert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten konnten deutliche Erfolge bei der Verminderung der Armut erzielt werden. Dennoch gehört Uganda weiterhin zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (LDC).

Uganda hat sich zum Hauptaufnahmeland von Flüchtlingen in Afrika entwickelt: Rund 1,36 Millionen Menschen haben dort Schutz gesucht, davon mehr als 850.000 aus dem Südsudan (Stand: Oktober/November 2019). Ugandas Regierung verfolgt eine sehr großzügige Flüchtlingspolitik, die weltweit als beispielhaft anerkannt wird. Mittlerweile stößt diese Politik jedoch an ihre Grenzen,

Die Bevölkerungsgröße wird auf 44 Millionen geschätzt mit einem Bevölkerungswachstum von 3,3 Prozent. Aufgrund der hohen Geburtenrate ist der Bevölkerungsdurchschnitt jung: Fast die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner sind jünger als 15 Jahre – eine immense Herausforderung für das Land. Viele Entwicklungserfolge werden durch das große Bevölkerungswachstum wieder neutralisiert. Jährlich strömen Hundertausende junge Ugander auf den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosigkeit ist hoch.

Die offiziellen Amtssprachen sind Englisch und Suaheli, wobei letzteres faktisch von niemandem gesprochen wird. Der Schulunterricht findet ab der ersten Klasse auf Englisch statt. Zu den wichtigsten lokalen Sprachen gehören Luganda, Luo, Iteso, Lusuga und Rwanyankole. Über 80 Prozent der Bevölkerung sind christlich; der Anteil der Muslime beträgt knapp 14 Prozent.

Staatsoberhaupt ist seit 1986 Yoweri Kaguta Museveni, die letzte Amtseinführung war am 12.05.2016. Die Regierungsform ist eine Präsidialregierung, Regierungspartei ist die National Resistance Movement (NRM).

Quellen: Homepage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Länderdatenbank der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung; Homepage des Auswärtigen Amtes.
Stand: Januar 2020

Blick auf Kampala
Kochbananen, in Uganda Matooke genannt, sind traditionell das Hauptnahrungsmittel
Schülerinnen auf dem Weg nach Hause
Marktstände entlang der Straßen gehören zum Alltag in Uganda
Im Ortszentrum von Ssaza: Junge Motarradfahrer warten auf ihre Taxi-Kundschaft
Landschaft auf den Ssese Islands / Victoriasee
Schülerinnen üben sich im Friseurberuf
Marktleben in der Hauptstadt Kampala
Im Landesinneren leben viele Menschen noch sehr traditionell
Masaka mit circa 71.000 Einwohner gehört zu den großen Städten Ugandas
100 Schüler und Schülerinnen in einer Klasse sind keine Seltenheit